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Erfahrungen und Lehrgeld:


Die Batterietechnik:

Die schweren Solarblöcke, welche wir zuerst an Bord hatten, haben zwar eine enorme Zyklenfestigkeit, was aber für unseren Zweck wenig Relevants hat. Viel effektiver scheinen uns leichtere Traktionsbatterien, die tiefer entladbar sind, zu sein. Für die Batterien ist es auch besser, immer voll geladen zu werden, so dass sich 2 umschaltbare Gruppen Traktionsbatterien á 45 Ah vernünftiger erweisen, auch was die Wartung im Winter angeht (ab ins Haus), als eine Gruppe Solarbatterien mit 110 Ah. Die diesjährige Erfahrung zeigte uns, dass wir mit dieser Bestückung genauso weit kommen wie mit der alten Konfiguration.

Der DC/DC Wandler ist außer Funktion, da der Bordstrom jetzt mit einer separaten 12V Batterie mit 40 V versorgt wird. Wir lassen ihn aber im Boot - man weiß ja nie.

Und für alle Notfälle auf Reisen haben wir noch den Torqeedo Lithium/Ionen Akku. Er schiebt uns immerhin noch 8 - 10 km weit.


Der Victron - Batteriewächter ist eine feine Sache, wenn man im Physikunterricht aufgepasst hat. Aber die vielen Parameter, welche auslesbar sind, müssen auch verstanden werden.

So fuhren wir auf unserer Flusstour los, die Batterien zu 100% aufgeladen aber 100% von was? Das unsere Batterien tatsächlich nur noch 10% Leistung erbrachten, erschloss sich aus dieser Angabe nicht. Unsere Erkenntniss - die wichtigste Info ist erstmal die Spannungsmessung nach dem laden.

Die Batteriespannung der aufgeladenen neuen Blöcke beträgt jetzt 25,8 V, womit ich die 45 A/H auch zur Verfügung habe. Nähert sich dieser Wert im aufgeladenen Zustand den 24 V, dann hab ich immer noch einen Flautenschieber, sollte aber mit diesen Batterien keine großen Reisen mehr planen.


Motor:

Während ein Benzin - Aussenborder wahrscheinlich in jedem Dorf unterwegs repariert werden kann, sieht es bei einem E - Motor schon anderst aus. Wir konnten für 600.- € einen  baugleichen zusammenfaltbaren Motor mit Akkukopf ersteigern und führen diesen als Ersatzteillager mit.

Die Leistung des Motors ist für uns ausreichend. Er kommt gut gegen einen 5er Wind an. Auf dem Fluss haben wir bislang nur Talfahrterfahrung.


Bootsdeck:

Wir wollten aus optischen Gründen eine Plankendeckung. Wohl wissend, dass mit 6 cm Streifenbreite die Grenze der Dehnfugenbelastung erreichen (trotz penibel eingehaltener 2-Flankenhaftung), gingen wir das Risiko ein.

Fazit: Es gab auf dem Vordeck nur eine 10cm lange Fugenablösung, welche wir mit dem Sabamaterial (siehe oben) wieder verschliessen konnten. Entweder verbindet sich das Alt - mit dem Neumaterial, oder es ist eine saubere Pressdichtung entstanden.


Kajütdach:

Das Dach aus Nadelholzleisten übernahmen wir vom alten Boot. Der Polyurethanlack aussen, den wir aus Gründen der UV - Stabilität wählten, hat sich bewährt. Allerdings gab es an einer Stelle am Rand des Daches einen kurzen Dehnungsriss im Glasfasergewebe.

Im Nachhinein - zwei Lagen Glasfasermatten wären auch nicht viel mehr Arbeit gewesen.